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Reis und Sand (Vietnam)



An diesem letzten Tag werden wir von der untergehenden Sonne zum Flughafen begleitet. Angesichts der hereinbrechenden Nacht räumen die Bauern die Erträge ihrer Reisernte in die Häuser; gerade noch haben die sonnengetrockneten Körner die Dörfer in den Anschein versetzt, als sei es die Gobi selbst, die aus dem fernen China den Einlass durch die Ritzen der Häuserwände in südlichere Gefilde begehre. Gerade noch bedeckt der heiße Wüstensand, der eigentlich Reis ist, den gerade noch entbehrlichen Teil unseres Fahrstreifens, weiterhin jeden Innenhof, jedes Ladengeschäft, jeden Schulhof und die Bauern prägen mit ihren Haken die Linien einer Wüstenschlange in sie ein. Adieu, tropischer, geschäftiger Tag, adieu Vietnam!